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Erfolgsfaktor Agilität

Lena Ingold

Lena Ingold 3. April 2019

Wie Unternehmen sich neu erfinden

Agile Unternehmen sind am Markt erfolgreicher. Welche Voraussetzungen sind für agiles Handeln notwendig und wie haucht man Unternehmen Agilität ein? Wir stellen Ihnen die wichtigsten Bausteine und Methoden vor.

Agile Unternehmen sind erfolgreicher
Technologischer Wandel, Naturkatastrophen, Handelskriege, neue Geschäftsmodelle und Wettbewerber – zahlreiche Faktoren zwingen Unternehmen vermehrt zu Anpassungsfähigkeit und Agilität. Agile Unternehmen sind zudem erfolgreicher: Eine Studie der Boston Consulting Group bestätigt, dass 40% aller agiler Unternehmen überdurchschnittliche Ergebnisse ausweisen. Doch wie wird ein Unternehmen agil?

Agile Werte

Die wichtigste Voraussetzung für ein agile Unternehmen ist eine neue agile Wertorientierung. Diese setzt sich aus folgenden Prinzipien zusammen: Einfachheit, Feedback, Fokus, Kommunikation, Mut, Offenheit und Respekt. Zu den agilen Prinzipien gehört es zudem, ein laufendes Projekt an Veränderungen anzupassen, die Nutzer in den Entwicklungsprozess einzubeziehen, den Arbeitsfluss zu visualisieren, sich in kleinen Schritten dem Ziel anzunähern sowie auf gegenseitigen Nutzen bedacht zu sein.

Agile Führung

Eine zentrale Rolle in der agilen Transformation fällt den Führungskräften zu: Moderne Leader führen als Coach, vermitteln Sinn und motivieren. Sie schaffen für die Teams ideale Rahmenbedingungen, in denen sie selbstorganisiert und innovativ arbeiten können. Sind diese Rahmenbedingungen erfüllt, können agile Methoden und Konzepte eingeführt werden.

SCRUM

Scrum ist das Herz aller agilen Methoden. Anhand der Scrum-Methode werden kurze Entwicklungszeiten, sogenannte Sprints, dafür genutzt, Entwicklungen in Zeitperioden einzuteilen und Ergebnisse schnell dem Kunden präsentieren zu können. Dieser wartet also nicht vom Start bis zur Fertigstellung auf sein Produkt, sondern hält es schon nach den ersten Wochen als Prototyp in der Hand. Neben Retrospektiven ist vor allem das Daily Stand-up von entscheidender Bedeutung: Einmal täglich trifft sich das Team für genau 15 Minuten im Stehen. Diese täglichen Kurzbesprechungen entfalten eine immense Dynamik und sorgen für einen transparenten und gut organisierten Informationsfluss.

Kanban

Das Kanban-System setzt auf Visualisierung und vermittelt allen Beteiligten auf einfache Weise, was zu tun ist. Zentrales Element ist das Kanban-Board, eine große Tafel im Querformat, auf der etwa notiert wird, ob etwas «wartend», «zu tun», «in Arbeit» oder «fertig» ist. Mit dem Arbeitsfortschritt wandern die Post-it's oder digitalen Karten von links nach rechts. Das System kann in vielerlei Hinsicht und nach den jeweiligen Bedürfnissen verfeinert werden. Expresstickets etwa sorgen dafür, dass alle sich zunächst der Lösung dieses Problems widmen müssen, bevor die normale Arbeit fortgesetzt wird.

Design Thinking

Design Thinking ist ein Innovationsansatz, der Kundenbedürfnisse in den Mittelpunkt stellt und zum Lösen von Problemen und zur Entwicklung neuer Ideen führt. «Design Thinker» nehmen die Bedürfnisse, Arbeitsabläufe und Verhaltensweisen der Endnutzenden genau unter die Lupe. Lösungen und Ideen werden in Form von Prototypen möglichst früh sichtbar gemacht und kommuniziert, damit potentielle Anwender sie testen und Feedback abgeben können. Auf diese Weise erzeugt Design Thinking praxisnahe Ergebnisse, die auf die Endnutzenden zugeschnitten sind.

 


 

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Quellen: