homeoffice

Produktiv im Homeoffice: So klappt's

Lena Ingold

Lena Ingold 4. février 2019

9 Tipps für ein erfolgreiches Homeoffice

Selbstbestimmte Planung, hoher Zeitgewinn, wenig Ablenkung: Homeoffice klingt für viele Erwerbstätige sehr verlockend. Doch auch die Heimarbeit hat ihre Tücken. Wer sich nicht an die Spielregeln hält, läuft Gefahr, im Chaos zu versinken. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen die wichtigsten Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Homeoffice-Tag und präsentieren Ihnen einige Erfahrungsberichte aus unserem Unternehmen.

Funktionierende Infrastruktur
Die wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Tag im Homeoffice ist eine funktionierende Infrastruktur. Nichts ist mühsamer, als wenn Sie plötzlich vergessene Passwörter suchen müssen oder ständig aus dem WLAN fliegen. Stellen Sie also sicher, dass Sie alle Hilfsmittel zur Hand haben: Eine funktionierende Internetverbindung sowie die wichtigsten Daten und Programme. Ideal ist, wenn die am häufigsten benötigten Ressourcen der Firma via sicherer Cloud-Services zur Verfügung stehen.

Ein Büro zuhause
Definieren Sie einen Bereich, den Sie ausschliesslich für die Arbeit nutzen wollen. Idealerweise haben Sie zuhause einen kleinen Raum, der als Büro genutzt werden kann. Richten Sie diesen Platz so ein, dass Sie sich wohl fühlen und auf die Arbeit freuen. Kaufen Sie einen bequemen Bürostuhl und sorgen Sie für ausreichende Beleuchtung. Auch ein aufgeräumter und sauberer Arbeitsplatz darf nicht unterschätzt werden. 

So sieht das ideale Homeoffice aus. Bild: Tim Kleinholz.

  • Bild von iOS 1

Kleiden Sie sich wie im Büro
Im Pyjama oder Trainer vom Sofa aus zu arbeiten klingt zwar verlockend, damit kommen Sie jedoch garantiert nicht in Arbeitsbestimmung. Ziehen Sie sich deshalb so an, als würden Sie sich gleich auf den Weg ins Büro machen. Frisch geduscht und gut angezogen fühlt man sich gleich professioneller, ganz nach dem Motto: «Kleider machen Leute».

Routine beibehalten
Versuchen Sie sich an die gewöhnliche Büro-Routine zu halten und definieren Sie Kernarbeitszeiten. Eine Studie der Universität Basel hat ergeben, dass Arbeitende im Homeoffice wöchentlich bis zu 2,5 Stunden mehr arbeiten als solche im Büro. Diese Erfahrung hat auch unser CTO Tim Kleinholz während seines Stress-Experiments gemacht. Deswegen ist es umso wichtiger, dass man aktiv eine Mittagspause und zu einer vorher festgesetzten Zeit Schluss macht. Begehen Sie auf keinen Fall den Fehler, direkt vom Schreibtisch ins Bett zu gehen.

Zeit und Leistung automatisiert erfassen
Arbeitnehmer im Homeoffice laufen oft Gefahr, die geleistete Arbeitszeit zu unterschätzen. Hier macht es Sinn, die Arbeitszeit automatisch festzuhalten. Dank Tools wie einer Online Zeiterfassung lassen sich Arbeits- und Projektzeiten exakt und ortsunabhängig erfassen sowie die Produktivität messen.

Die richtigen Kommunikationsinstrumente
Stellen Sie sicher, dass Sie über die wichtigsten Kommunikationsinstrumente wie E-Mail, Skype oder Slack verfügen, um mit Ihrem Team und Ihren Kunden im Austausch bleiben zu können. Arbeiten Sie gemeinsam mit Ihren Teamkollegen Bedingungen und Regeln zur Zusammenarbeit aus, um die Beziehung trotz räumlicher Distanz zu stärken.

Den inneren Schweinehund im Griff haben
Wer im Homeoffice erfolgreich sein will, muss sich selbst motivieren können. Daheim gibt es keinen Chef und keine Kollegen, die Sie kontrollieren. Machen Sie deshalb einen grossen Bogen um potenzielle Ablenkungen wie soziale Medien oder private Erledigungen. Wem dies Schwierigkeiten bereitet, kann einen Deal mit sich selbst abschliessen, nach der Devise: «Wenn ich dieses Ziel bis mittags erreicht habe darf ich vor dem Essen noch zwei Youtube-Videos ansehen.»

Die Mischung macht's
Neben der flexiblen Arbeit zuhause oder unterwegs bleibt das Büro nach wie vor wichtig. Es geht dabei um Zugehörigkeitsgefühl, soziale Kontakte und die Infrastruktur. Kurzum: Die Mischung macht's. Wir von der zeit ag haben uns entschieden, jedem Mitarbeitenden unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von internen und externen Kunden die Möglichkeit zu geben, die Arbeit einen Tag pro Woche zuhause erledigen zu können. Aussendienst-Mitarbeitende sollen im Gegensatz dazu mindestens einen Tag pro Woche im Büro erscheinen, um den Austausch mit anderen Mitarbeitenden pflegen zu können.

Seien Sie kritisch
Nicht für jeden ist Homeoffice das passendes Arbeitsmodell. Es braucht die nötige Selbstdisziplin, um den inneren Schweinehund überwinden und maximale Produktivität an den Tag legen zu können. Vielleicht sind Sie nicht dafür gemacht, alleine zu arbeiten oder Sie führen Tätigkeiten aus, die Sie besser im Büro erledigen können. Probieren Sie es aus und seien Sie ehrlich zu sich selbst.

 

Das sagen unsere Mitarbeitenden

Die Mitarbeitenden der zeit ag arbeiten regelmässig im Homeoffice. Sie haben mir verraten, wie sie den Erfolg im Homeoffice sicherstellen.  

  • Caroline Odermatt

Caroline Odermatt, Technical Consultant

Homeoffice ist für mich immer die perfekte Lösung, um ungestört und effizient arbeiten zu können. Ich habe mein Hobby zum Beruf machen können, somit ist auch meine private Infrastruktur top ausgelegt. Auch das Erstellen von Schnittstellen und Konzepten ist die ideale Heimarbeit. Allerdings gilt es dabei zu berücksichtigen, die richtigen Arbeiten am richtigen Ort auszuführen. So lässt sich ein Workshop mit Kunden beispielsweise schlecht zuhause realisieren.

  • Stefan Mueller

Stefan Müller, CEO

Ein erfolgreicher Homeoffice-Tag definiere ich darüber, ob meine Produktivität signifikant höher war als im Büro. Dies wiederum ist abhängig davon wie häufig ich unterbrochen werde. Eine ruhige Arbeitsatmosphäre zuhause ist für mich daher Pflicht. Ich nutze meine Homeoffice-Tage hauptsächlich für das Abarbeiten von E-Mails oder das Studium von Akten, die eine hohe Konzentration erfordern. Im Büro versuche ich wenn immer möglich für die Mitarbeitenden ansprechbar zu sein und nehme daher «Störungen» bewusst in Kauf. Einmal in der Woche versuche ich dies dann aber mit einem Tag im Homeoffice zu kompensieren. Meist gelingt mir dies sehr gut.

  • Juerg Hirsbrunner 1

Jürg Hirsbrunner, Sales Manager

Homeoffice funktioniert für mich nur dann, wenn die Arbeitsumgebung zuhause stimmt. Ungestörtes Arbeiten ist Voraussetzung und diszipliniertes Selbstmanagement bzw. strukturiertes Vorgehen der Grundstein für erfolgreiches Homeoffice. Die Kommunikation mit meinen Kollegen erfordert besonderen Effort, da diese nicht schnell vor Ort kontaktiert werden können. Für das Unternehmen lohnt es sich jedoch gleich zweimal: Zum einen, weil unnötige Reisezeiten vermieden werden und zum anderen, weil sich gezeigt hat, dass sich die effektive Produktivität der Mitarbeiter im Homeoffice erhöht.

  • Tim Kleinholz 1

Tim Kleinholz, CTO

Homeoffice bedeutet für mich eine ruhige Atmosphäre für ein absolutes Fokussieren auf wichtige Themen, die für diese Umgebung auch ideal sind. Dazu gehört gute Vorbereitung, Selbstdisziplin und wenig Ablenkungen – Rahmenbedingungen müssen daher auf jeden Fall stimmen, damit man auch etwas erreichen kann. Erfolgreich war der Tag dann, wenn ich am Ende des Tages nicht nur meine Ziele erreicht habe, sondern auch in Weiterbildung oder Konzepte für die Zukunft investieren konnte. Dann fühle ich mich wieder fit für den nächsten Tag im Büro und freue mich auf die Kollegen.

Sind Sie mit unseren Tipps einverstanden? Schreiben Sie uns oder folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder Linkedin, um Beiträge zu kommentieren. Abonnieren Sie unseren monatlichen Newsletter um weitere spannende Berichte rund um die Arbeitswelt zu erhalten.